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So wichtig sind Soft Skills

Während Hard Skills früher zu den vorherrschenden Kriterien für eine Anstellung gehörten, erhalten heutzutage die Soft Skills für Arbeitgeber:innen immer mehr an Wichtigkeit. Wer bei diesen Begriffen jetzt an Hardware und Software denkt, liegt gar nicht so falsch. Bei der Hardware handelt es sich um das physische Gehäuse, die einzelnen Bauteile. Die Software hingegen ist das Programm und Herzstück des Computers. Selbstverständlich sind wir keine Computer, aber unsere Hard und Soft Skills funktionieren ähnlich. Die Hard Skills sind schlichtweg unsere Fachkompetenzen. Ausbildung, Berufserfahrung, Sprachkenntnisse etc. – sprich, die Fakten. Bei den Soft Skills, auch weiche Faktoren genannt, handelt es sich um die sozialen, psychischen und persönlichen Kompetenzen. Darunter zählen Eigenschaften wie beispielsweise Teamfähigkeit, Belastbarkeit oder Kreativität.

Soft Skills können grundsätzlich in drei Hauptkategorien unterteilt werden: soziale Soft Skills, persönliche Soft Skills und methodische Soft Skills.

 

Soziale Skills

Die sozialen Skills werden ebenfalls mit der sozialen Intelligenz und dem Empathievermögen gleichgesetzt. Hier geht es um das Verhalten gegenüber den Mitmenschen bzw. Mitarbeiter:innen und dem/der Chef:in. Besser gesagt, wie Teamfähig man ist und wie einfach oder schwierig andere Menschen den Umgang mit einem empfinden. Dazu zählen Kompetenzen wie:

- Teamfähigkeit

- Anpassungsfähigkeit

- Kommunikationsfähigkeit

- Kritikfähigkeit

 

Persönliche Skills

Hierbei handelt es sich um die Persönlichkeit und wie sie sich in der Arbeitsweise und in der Stimmung widerspiegelt. Eigenschaften wie Wandlungsfähigkeit oder die Befähigung, sich selbst zu motivieren, kommen bei Arbeitgebern:innen gut an und sind zum Teil ausschlaggebend für eine Position mit mehr Verantwortung. Zu den persönlichen Skills gehören außerdem noch:

- Flexibilität

- Selbstständigkeit

- Zuverlässigkeit

- Eigeninitiative

 

Methodische Skills

Wissen ist in Zeiten des Internets für jeden und jede zugänglich. Schnell etwas gegoogelt und schon hat meine eine Reihe von Antworten. Deshalb geht es bei den methodischen Skills um weit mehr, als nur das reine Wissen. Es geht darum, wie und ob sie das Gelernte anwenden und umsetzen. Zu den methodischen Skills gehören:

- Mitarbeiterführung

- Präsentationsgeschick

- dynamische Arbeitsweise

- Kreativität

 

Welche Soft Skills für das jeweilige Unternehmen relevant sind, lässt sich nicht pauschalisieren. Dies ist abhängig von der Branche, dem Unternehmen sowie die gewünschte Position. Wenn überwiegend aus dem Homeoffice gearbeitet werden soll, ist Teamfähigkeit höchstwahrscheinlich nicht Priorität Nummer eins. Hier wären Soft Skills wie Selbstständigkeit oder Zuverlässigkeit von größerer Bedeutung. Für leitende Positionen sind die sozialen Kompetenzen wie Empathie und Gesprächsführung wichtig.

Doch wie heißt es so schön: Nichts ist in Stein gemeißelt. Das geht auch für die Soft Skills. Vor allem der starke Aufschwung der Digitalisierung hat für Veränderungen der weichen Faktoren gesorgt. Und die Prioritäten werden sich im kommenden Jahrzehnt weiterhin verändern. Interkulturelle Kompetenzen beispielsweise sind in vielen Firmen kaum noch wegzudenken. Gesprächs- und Verhandlungsführung auf internationaler Ebene wird in der Arbeitswelt immer wichtiger.

 

Jetzt folgt die Frage der Fragen: Kann man Soft Skills erlernen?

Diese Frage kann man mit keinem klaren Ja oder Nein beantworten. Menschen, die auf natürlich Weise viele Soft Skills besitzen, sind eher die Ausnahme. Gerade soziale Skills, wie das Empathievermögen gegenüber seinen Mitmenschen, ist eher schwieriger zu erlernen. Doch der richtige Umgang mit Kommunikation und Kritik kann man sich mit etwas Übung aneignen. Auch Kompetenzen wie Selbstständigkeit und Mitarbeiterführung können erlernt werden. Hierfür eignen sich Soft-Skill-Schulungen besonders. Die erhöhen nicht nur die Chancen auf dem Arbeitsmarkt, sondern dienen auch der persönlichen Entwicklung. Kommunikationsfähigkeit, Selbstmotivation und Stressresistenz sind auch im privaten Leben von Vorteil.

Soft Skills sind keine sofort erkennbaren Fähigkeiten. Erst im direkten Kontakt mit Mitmenschen oder Arbeitskollegen:innen können diese Kompetenzen wahrgenommen und bestätigt werden. Dennoch ist es wichtig, eine gesunde Selbsteinschätzung bezüglich seiner Soft Skills zu haben und dies offen mit dem/der Arbeitgeber:in zu kommunizieren. Somit kann das eigene Potenzial richtig genutzt und andere Soft Skills bei Bedarf gefördert werde. Doch vergessen sollte man dabei nie: Niemand ist perfekt.

 

 


Bildquelle: https://www.shutterstock.com/de/g/jirsak

 

 


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Über den Author
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Leah
Hey, ich bin Leah und als Redakteurin für SalesLife unterwegs. Während meines Modestudiums an der Fachhochschule Bielefeld, habe ich meine Leidenschaft fürs Schreiben und für die Magazingestaltung entdeckt. Dank, der Interdisziplinarität an der FH, konnte ich meine Fühler in Richtung Grafik- und Kommunikationsdesign ausstrecken und mich somit auf das Schreiben ...
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